Wenn es um internationale Erfahrung geht, dann gehört der AC Sparta Praha zu den Vereinen im Frauenfußball, die mit am meisten zu bieten haben. Als regelmäßiger Teilnehmer der Champions League, besetzt fast ausschließlich mit Nationalspielerinnen der Tschechischen Republik und zwei Slowakinnen. Die vor zwei Jahren stark verjüngte Mannschaft ist inzwischen ein wenig gereift, und das ohne dass das Durchschnittsalter besonders angehoben wurde, denn schon strömen die nächsten U-Nationalspielerinnen nach.Die Wahrscheinlichkeit, dass eine der beiden Nationen bei der nächsten Europameisterschaft 2013 in Schweden dabeisein wird, wird immer größer. Sind doch die Tschechinnen in der Gruppe mit Dänemark noch unbesiegt auf dem zweiten Platz, der schon zur Play-off-Teilnahme berechtigen würde. Und die Slowakei ist sogar ungeschlagener Tabellenführer der Geruppe mit den EM-Teilnehmern Finnland und Ukraine.
Die größte Erfahrung bei Sparta hat Kapitänin Iva Mocová, die ehemalige Stürmerin ist inzwischen auch in der Nationalmannschaft als Rechtsverteidigerin eine feste Größe. Zu denen gehören auch die beiden Martinková-Zwillinge Irena als ordnender Fuß im Mittelfeld und Lucie, der Schrecken des gegnerischen Strafraums. Sie ist Nummer zwei der tschechischen Torschützenliste 2011 und torgefährlichste Nationalspielerin. Durch eine Verletzung zuletzt etwas zurückgeworfen wurde Mittelfeld-Strategin Adéla Pivoňková, eines der größten Talente des Landes. Torhüterin Hana Sloupová machte schon vor zwei Jahren beim Weltklasse-Turnier in Jöllenbeck auf sich aufmerksam.
Größte Erfolge:
Tschechischer Meister 2011, 2010, 2009, 2008, 2007, 2006, 2005, 2002, 2001, 2000, 1999, 1998, 1997, 1996, 1995, 1994.
Tschechoslowakischer Meister 1991, 1989, 1986, 1984, 1982, 1981, 1980, 1977, 1976.
Tschechischer Pokalsieger 2011.
Turnierbilanz in Jöllenbeck:
Schon dreimal waren die Pragerinnen dabei. Beim Debüt 1999 taten sich die Pragerinnen mit dem damals ungewohnten Hallenspiel noch schwer. Zudem verfügte das Team – noch vor der Gründung des UEFA-Pokals – über kaum internationale Erfahrung. 2006 war das schon ganz anders. Am ersten Tag stellten die Pragerinnen die Weichen schon mal auf Halbfinal-Kurs, und kaum einer hätte vor der letzten Partie am Einzug unter die besten vier gezweifelt. Und plötzlich verloren sie gegen den Zweitligisten FC Gütersloh 2000, verpassten das Halbfinale, verloren auch das Play-down-Spiel und landeten schließlich auf dem siebten Platz. Vier Jahre später allerdings gab’s die Revanche, schaffte Sparta tatsächlich den Einzug ins Halbfinale und am Ende Platz vier.
2010: 4. 2006: 7. 1999: 7. |