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Internationales Frauen-Hallenfußball-Turnier
um den Pokal der Sparkasse Bielefeld
16. und 17. Januar 2010

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AC Sparta Prag

Sie sind - natürlich - muss man schon fast sagen, derzeit wieder Tabellenführer der tschechischen Liga: die Frauen des AC Sparta Prag. Sie sind Serienmeister und Dauergast im UEFA Cup und der Champions League. Trainer ist nach wie vor Dušan Žovinec, seit vier Jahren als Profi und seit dem vergangenen Sommer ausschließlich für Sparta tätig. Zuvor hatte er 20 Jahre lang auch die Nationalmannschaft Tschechiens betreut.

„Wir haben jetzt eine ganz junge Mannschaft.“, erzählt er, „Als wir in der Champions League gegen Arsenal London gespielt haben, war unser Durchschnittsalter gerade mal 19,4.“ Dass sie beide Partien verloren und ausschieden, sei natürlich eine Frage der Qualität gewesen, allerdings auch eines im Frauenfußball immer wieder mitentscheidenden Faktors. „Leider hatten wir in unserem Heimspiel eine Schiedsrichterin, die aus meiner Sicht nicht gut gepfiffen hat“, so der Coach. Dies war übrigens keine andere als die Deutsche Christine Beck.

Fünf Frauen- und Mädchenteams gibt es derzeit im Verein, alle koordiniert von Žovinec. Bei Sparta ist längst das Halbprofitum eingezogen. Vier- bis fünfmal die Woche wird trainiert, ansonsten studieren oder arbeiten die Spielerinnen. Die meisten von ihnen, und zwar die Topspielerinnen Tschechiens und der Slowakei, sind Nationalspielerinnen.

Ihren größten internationalen Erfolg feierten die Pragerinnen im UEFA-Pokal im September 2005, als ihnen ein 1:1 gegen den 1. FFC Frankfurt gelang. Dadurch qualifizierte sich Sparta für das Viertelfinale und schied dort mit einem respektablen 0:0 und einem 0:2 gegen den damaligen schwedischen Meister Djurgården/Älvsjö aus.

Die Stars:
Angeführt wird das Team von der Spielführerin der tschechischen Nationalmannschaft, Lucie Heroldová, dazu kommen die Martínková-Zwillinge, Torjägerin Kateřina Došková und die slowakische Nationaltorhüterin Lenka Gazdíková. Besonders achten sollte man jedoch auf die junge Adéla Pivoňková. „Sie ist das tschechische Top-Talent, gilt bei uns schon als die neue  Pavlína Ščasná“, so Žovinec. Ščasná ging einst von Sparta zu Bayern München in die Bundesliga, in die USA-Profiliga WUSA, spielte zuletzt für den schwedischen Topklub LdB FC Malmö und gehört mittlerweile zu den besten Fußballerinnen der Welt.

Größte Erfolge:
Tschechischer Meister 2009, 2008, 2007, 2006, 2005, 2002, 2001, 2000, 1999, 1998, 1997, 1996, 1995, 1994.
Tschechoslowakischer Meister 1991, 1989, 1986, 1984, 1982, 1981, 1980, 1977, 1976.

Turnierbilanz in Jöllenbeck:
Sparta Prag war bereits zweimal dabei. 1999 taten sich die Pragerinnen auf dem ungewohnten Hallenboden noch schwer, hatten zudem noch längst nicht so viel internationale Erfahrung wie sieben Jahre später. 2006 nämlich kamen sie zwar auch nicht über den siebten Platz hinaus, galten jedoch bis zum letzten Spiel der Vorrunde als sicherer Halbfinalist. Doch eine unerwartete Niederlage, ausgerechnet gegen Zweitligist FC Gütersloh 2000, warf Sparta noch aus dem Spitzenquartett heraus. Aus dem damaligen Kader sind noch acht Spielerinnen für Sparta aktiv.

2006: 7. 1999: 7.