Besonders in der Offensive hat Potsdam sein Potenzial noch einmal gewaltig gesteigert, mit der heimlichen Weltfußballerin des Jahres 2011, Genoveva Añonma aus Äquatorial-Guinea, die nicht nur eine überragende Torjägerin ist, sondern auch mannschaftsdienliche Vorbereiterin und Arbeiterin – mit riesigem Laufpensum. Bei der WM 2011 stellte sie mit ihrer Rundum-Leistung alle vorher so hochgelobten „Stars“ in den Schatten. Neben ihr ist auch eine Anja Mittag wieder aufgeblüht, die das WM-Ticket nach einer schwächeren Saison verpasst hatte. Bedient werden beide von Neuzugang Patricia Hanebeck. Eine geniale Spielmacherin, die schon länger auf dem Wunschzettel von Bernd Schröder stand. Von ihren Pässen soll auch Mittelstürmerin Chantal de Ridder profitieren, 2011 noch Torschützenkönigin der niederländischen Eredivisie. Und über die Flügel kommt neuerdings Antonia Göransson, die schwedische Nationalspielerin, die in Jöllenbeck damit schon im dritten Trikot auftritt, nach ihren Stationen bei Kristianstads DFF und dem Hamburger SV. Und das waren nur die Neuen. Zu den „Alten“ gehört mittlerweile auch Japans
Weltmeisterin Yuki Nagasato. Aber auch Viola Odebrecht, die erst kürzlich mit einem Comeback in der Nationalmannschaft für ihre Leistungen der vergangenen zwei, drei Jahre belohnt wurde. Und Kapitänin Jennifer Zietz, die inzwischen auch als rechte Verteidigerin in der Dreierkette positiv auf sich aufmerksam macht, neben den Nationalverteidigerinnen Babett Peter und Bianca Schmidt.
Neu im Turbine-Kader Margrét Lára Viðarsdóttir, Islands Top-Torjägerin, 2011 im Trikot von Kristianstads DFF noch zur besten Spielerin des „Weltklasse“-Turniers gekürt und 2011 Torschützenkönigin der schwedischen Liga.
Größte Erfolge:
Champions League-Sieger 2010, 2005 (UEFA-Cup).
Champions League-Finalist 2011
Deutscher Meister 2011, 2010, 2009, 2006, 2004
DFB-Pokalsieger 2006, 2005, 2004.
DFB-Hallenpokalsieger 2010, 2008.
DDR-Meister 1989, 1986, 1985, 1983, 1982, 1981.
Deutscher Vizemeister 2003, 2002, 2001.
DFB-Pokal-Finalist 2011, 2009
Turnierbilanz in Jöllenbeck:
Viermal hat Turbine das Turnier gewonnen. Am beeindruckendsten vor zwei Jahren, als das Team mit Tempo-Kombinationsfußball neue Maßstäbe für Hallenfußball setzte. Besser kann man sicherlich nicht spielen, schon gar nicht zwei Tage lang in Folge, gegen nationale und internationale Top-Konkurrenz. Im Vorjahr taten sie sich schwerer – wie alle deutschen Teams. Offenbar geschuldet dem straffen Bundesliga-Kalender, den sich Silvia Neid für eine optimale WM-Vorbereitung der Nationalmannschaft gewünscht und bekommen hatte. Die bisherigen Saisonleistungen der Turbine lassen vermuten, dass sie sich bei der neuen Auflage des Weltklasse-Turniers wieder von ihrer allerbesten Seite zeigen werden. Mit Tempo-, Kombinations- und Torhunger-Fußball. Und dann sicherlich auch wieder mit einem Platz auf dem Siegertreppchen.
2011: 4. 2010: 1. 2009: 3. 2008: 3. 2007: 3. 2006: 1. 2005: 1. 2004: 2. 2003: 1. 2002: 9. 2001: 5. 2000: 2. 1999: 5. 1998: 3. |