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Internationales Frauen-Hallenfußball-Turnier
um den Pokal der Sparkasse Bielefeld
15. und 16. Januar 2011

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1. FFC Turbine Potsdam

Turbine Potsdam

Nach der Hinrunde Tabellenführer in der Bundesliga, reihenweise Kantersiege über die Meister Europas in der Champions League und dazu wie selbstverständlich das Weiterkommen im DFB-Pokal - und trotzdem waren die Potsdamerinnen um ihren Trainer Bernd Schröder nicht hundertprozentig zufrieden. Zum einen mit der Torausbeute, die in den Jahren zuvor deutlich höher war, zum anderen mit der Attraktivität des eigenen Spiels. Rund um das heimische Karl-Liebknecht-Stadion scheinen die Ansprüche an sich selbst enorm gestiegen zu sein. Und das ist im Prinzip auch gut so, denn nur wer auch bei Erfolg kritisch auf sich selbst blickt, kann sich noch weiter verbessern.

Aus der Sicht der anderen Mannschaften in der Bundesliga hat Turbine Potsdam aber nach wie vor eine Ausnahmestellung. Mit einem breiten, hochklassigen Kader, der im Sommer noch einmal verstärkt wurde - durch U 20-Weltmeisterin Inka Wesely und Daniela Löwenberg, beide von der SG Essen-Schönebeck.

In der gesamten Hinrunde kassierte Turbine nur eine einzige Niederlage (gegen den VfL Wolfsburg), und danach erst wieder am 14. Spieltag beim 1. FFC Frankfurt. Letzterer Verein hat sicherlich in dieser Saison den nicht zu unterschätzenden Vorteil, eben nicht in der Champions League vertreten zu sein und damit weniger psychischen und physischen Belastungen ausgesetzt zu sein, als die Konkurrenten aus Duisburg und Potsdam.

Ob es für Turbine trotzdem am Saisonende wieder zum Titelgewinn reichen wird? Eine Frage, die sich so leicht nicht beantworten lässt, sind doch die Bundesliga-Teams insgesamt näher aneinandergerückt. Mehr denn je ist es möglich, dass die Kleinen den Großen einmal ein Bein stellen. So war es auch beim ersten Aufeinandertreffen von Turbine mit den anderen drei Teilnehmern von „Weltklasse 2011“ in der laufenden Saison. Ein Unentschieden gegen Duisburg, ein 2:1-Sieg in Herford (als die Gastgeberinnen kurz vor Schluss sogar noch einen Strafstoß zum möglichen Ausgleich vergaben) und ein 1:0-Sieg in der Schlussphase der Partie beim Hamburger SV.

Die Stars:
Natürlich allen voran die vor einem Jahr zur besten Spielerin des Jöllenbecker Turniers gewählte Weltmeisterin Lira Bajramaj, die sich in der Form ihres Lebens befindet, und Innenverteidigerin Babett Peter, vor Jahresfrist beim Weltklasse-Turnier überraschend Torschützenkönigin. Sie ist die Zuverlässigkeit in Person in der Potsdamer Abwehr. Aber natürlich darf man auch Weltmeisterin Anja Mittag, die Europameisterinnen Jennifer Zietz und Bianca Schmidt sowie das einstige Saarbrücker Duo Nadine Keßler und Josephine Henning nicht vergessen. Die beiden Letztgenannten klopfen kräftig an die Tür des Nationalmannschaftskaders, der 2011 die Weltmeisterschaft im eigenen Land bestreiten wird.

Für das internationale Flair sorgt bei Turbine derzeit die Japanerin Yuki Nagasato. Die Stürmerin war bereits vor einem Jahr in Jöllenbeck zu Gast. Damals allerdings noch vor ihrer Vertragsunterzeichnung als Tribünengast bei der Potsdamer Delegation. Bei „Weltklasse 2011“ wird man sie wohl erstmals auf einem europäischen Hallenboden wirbeln sehen können.

Größte Erfolge:
UEFA Champions League-Sieger 2010
UEFA Cup-Sieger 2005
Deutscher Meister 2010, 2009, 2006, 2004
DFB-Pokalsieger 2006, 2005, 2004
DFB-Hallenpokalsieger 2010, 2008
DDR-Meister 1989, 1986, 1985, 1983, 1982, 1981
Deutscher Vizemeister 2003, 2002, 2001
DFB-Pokal-Finalist 2009

Turnierbilanz in Jöllenbeck:
Viermal hat Turbine das Turnier gewonnen. Am beeindrucktesten vor genau einem Jahr war sicherlich, dass das Team mit Tempo-Kombinationsfußball neue Maßstäbe im Hallenfußball setzte. Besser kann man nicht spielen, schon gar nicht zwei Tage lang in Folge, gegen eine nationale und internationale Top-Konkurrenz. Die Zuschauer in Jöllenbeck hatten wieder einmal ihre pure Freude an den Brandenburgerinnen, die dem Turnier in den vergangenen zwölf Jahren mit ihrem Offensivfußball ihren Stempel aufgedrückt haben.

2010: 1. 2009: 3. 2008: 3. 2007: 3. 2006: 1. 2005: 1. 2004: 2. 2003: 1. 2002: 9. 2001: 5.   2000: 2. 1999: 5. 1998: 3.