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Internationales Frauen-Hallenfußball-Turnier
um den Pokal der Sparkasse Bielefeld
16. und 17. Januar 2010

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SC 07 Bad Neuenahr

Bad Neuenahr

Fast wären sie im vergangenen Jahr abgestiegen. Zumindest war die Gefahr so groß, dass der Verein kurz vor Saisonende noch den Trainer wechselte. Aber mit dem, was dann in der zweiten Jahreshälfte kam, hätten wohl auch die kühnsten Neuenahrer Optimisten nicht gerechnet. Trotz des Verlustes der beiden Nationalspielerinnen Isabell Bachor (Bayern München) und Ursula Holl (FCR 2001 Duisburg) stand der SC 07 plötzlich nach fünf Spieltagen ohne jeglichen Punktverlust an der Tabellenspitze der Bundesliga.

Sicherlich eine Momentaufnahme, und doch ein Fingerzeig dafür, dass es dem seit Sommer neuen, hauptamtlichen Trainer Thomas Obliers gelungen war, einen starken Kader zusammenstellen und zu einer Einheit zu formen.

Eine Einheit, die auch danach in der Lage war, mit den ganz Großen wie Duisburg und Potsdam mitzuhalten. Auch wenn das Verletzungspech (Kreuzbandrisse bei Anne-Kathrin Westphal und Claudia Götte) der Euphorie wieder einen Dämpfer gab. Denn so breit sind die Neuenahrerinnen nun auch noch nicht aufgestellt, dass sie die Ausfälle von Leistungsträgerinnen so ohne weiteres kompensieren können, zumal auch Neuzugang Peggy Kuznik sich noch bis in den späten November hinein von den Folgen eines Kreuzbandrisses erholen musste.

Auf jeden Fall ist der SC 07 Bad Neuenahr die positive Überraschung der Saison. Abwehrspielerin Feride Bakir ist in dieser Saison zur türkischen Nationalspielerin geworden, und die Südkoreanerin Cha Yun-Hee hat sich als erste Nationalspielerin ihres Landes einen Stammplatz in der Bundesliga erkämpft.

Die Stars:
Europameisterin Célia Okoyino da Mbabi und die in Bielefeld geborene Nationalspielerin Lena Goeßling sind die Antreiberinnen des Teams. Hinten sorgt die vom 1. FC Saarbrücken gekommene ehemalige U 19-Nationaltorhüterin Romina Holz für Stabilität.

Größte Erfolge:
Deutscher Meister 1978.

Turnierbilanz in Jöllenbeck:
Der SC 07 Bad Neuenahr stand bei seinen bisherigen Auftritten im Jöllenbecker Weltklasse-Turnier wie kein anderes Team für kampfstarken Kompaktfußball. Und das soll nicht heißen: Mauerfußball. Aber inzwischen hat sich der Kader zu mehr Technikerinnen hin verändert. „Natürlich sind wir  gegenüber Duisburg und Potsdam nach wie vor Außenseiter“, stapelt Trainer Thomas Obliers bewusst tief. Was ihn und sein Team aber nicht davon abhalten wird, möglichst das zu erreichen, was der Verein 2007 hier erreichte: den Titelgewinn unter dem damaligen Dietmar Schacht. Wie das funktioniert, weiß allerdings auch Obliers, denn der war ein Jahr später als Coach des FCR 2001 Duisburg in Jöllenbeck erfolgreich.

2008: 7. 2007: 1. 2006: 5. 2005: 5. 2001: 7. 2000: 5.