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Internationales Frauen-Hallenfußball-Turnier |
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Kristianstads DFF

Ein turbulentes Jahr liegt hinter den Südschwedinnen aus Kristianstad. Es begann mit einem positiven Paukenschlag, als der Turnierneuling in Jöllenbeck im Januar 2010 für viele überraschend in das Finale einzog. Und der Trend setzte sich auch in der Liga fort. Nach den ersten Partien der Saison reihte sich Kristianstads DFF in die Phalanx der schwedischen Topteams ein, stand sogar zwischenzeitlich auf dem dritten Platz. „In der ersten Saisonphase haben wir viele Leute positiv überrascht“, so Trainerin Elísabet Gunnarsdóttir, „leider sind wir dann in der zweiten Saisonhälfte aus verschiedenen Gründen aus dem Gleichgewicht geraten.“ Denn plötzlich folgte der große Absturz. Da rächte sich auch, dass der Kader so klein war. Als Torhüterin Sandra Wahldén verletzt ausfiel, musste sogar Islands Nationalspielerin Erla Arnadóttir - eigentlich Feldspielerin - für ein ganzes Meisterschaftsspiel im Tor aushelfen. Den Rest der Verletzungspause über verpflichtete KDFF die US-Amerikanerin Anna Maria Picarelli, aufgrund ihrer Wurzeln italienische Nationaltorhüterin. Allerdings nur für vier Spiele, denn es folgten finanzielle Schwierigkeiten, wie schon im Jahr zuvor. Die Akteurinnen drohten mit Boykott. Und dann verkaufte der Verein auch noch seine frischgebackene A-Nationalspielerin Antonia Göransson an den Hamburger SV. In der Tabelle rutschte Kristianstad immer weiter nach unten. Vom zehnten Spieltag an gelang dem Team von Trainerin Elísabet Gunnarsdóttir kein einziger Sieg mehr, immerhin noch ein bemerkenswertes Unentschieden gegen den späteren Vizemeister Göteborg. Am Ende blieb Platz neun, gerade mal drei Punkte vor dem ersten Absteiger. Dazu kam noch immer die Ungewissheit, ob es aufgrund der finanziellen Probleme überhaupt eine weitere Saison in der höchsten schwedischen Liga geben würde. Vor acht Wochen kam dann die Entwarnung: Kristianstads DFF erhielt die Lizenz für die Allsvenska 2011. Eine Art Neubeginn mit altvertrauten Kräften - und bereits mit einem spektakulären Neuzugang, der auch im kommenden Sommer bei der Weltmeisterschaft in Deutschland zu sehen sein wird: Schwedens Nationaltorhüterin Hedvig Lindahl. „Wir hoffen, noch weitere erfahrene Spielerinnen zu bekommen, um da anzuknüpfen, wo wir zu Beginn der Saison schon waren und uns in der ersten Tabellenhälfte zu platzieren“, so Elísabet Gunnarsdóttir. Eine Positiv-Statistik hat Kristianstad übrigens in der abgelaufenen Saison gewonnen: Margrét Lára Viðarsdóttir verwandelte vier Elfmeter, mehr als jede andere Spielerin. Zweite wurde die ebenfalls in diesem Jahr in Jöllenbeck antretende Göteborgerin Lisa Dahlkvist mit drei verwandelten Strafstößen. In der Torjägerliste der Allsvenska 2010 landeten trotz des Absturzes in der Tabelle immerhin zwei KDFF-Akteurinnen unter den Top Ten: Susanne Moberg kam auf Rang fünf (mit elf Treffern) und Margrét Lára Viðarsdóttir wurde Achte (zehn Tore). Die Stars: 2010: 2. |