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Internationales Frauen-Hallenfußball-Turnier |
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Fortuna Hjørring

Als Fortuna und der deutsche Pokalsieger FCR 2001 Duisburg im Herbst in der Champions League aufeinander trafen, da lobte FCR-Trainerin Martina Voss-Tecklenburg schon im Vorfeld der beiden Partien die technischen Fähigkeiten vieler Spielerinnen des Gegners, den man ja von den Turnieren in Jöllenbeck kannte. Doch das wollte Hjørrings Trainer Flemming Nielsen so nicht stehen lassen. „Das ist zwar nett gemeint, aber gerade 2010 fehlten uns in Jöllenbeck noch unsere besten dänischen Spielerinnen, weil die mit der Nationalmannschaft in Chile waren“, erinnerte er, „und da haben wir beim Turnier nur ein Spiel gewonnen, und das gegen Brøndby.“ Eine Tatsache, die den ehrgeizigen Trainer und ehemaligen Profikicker noch immer ärgert. Allein das Spiel um Platz 7 gewann Fortuna vor einem Jahr. Zu stark war die Konkurrenz für den dänischen Meister, der „ohne sieben“ auskommen musste. Aber in diesem Winter ist das Team vollzählig - und besser besetzt denn je. Im Frühjahr bereits verstärkte sich der Verein mit den dänischen Topstars Cathrine Paaske und Julie Rydahl - eigentlich um im Champions League-Viertelfinale gegen Torres Sàssari besere Chancen zu haben. Doch dann wurde Fortuna Hjørring Opfer eines handfesten Skandals: Die UEFA hatte den französischen Meister Olympique Lyon aus dem laufenden Wettbewerb disqualifiziert, da er im Achtelfinale gegen Hjørring zwei nicht spielberechtigte Akteurinnen eingesetzt hatte. Dadurch war das Rückspiel so für Fortuna gewertet worden, dass in der Addition beider Partien die Däninnen doch noch weiterkamen. Ein Urteil, das laut UEFA-Statuten unangreifbar war. Während die Däninnen das Stadion fürs Viertelfinale buchten und die Auswärtsreise nach Sardinien vorbereiteten, setzte sich jedoch der Internationale Sportsgerichtshof (Court of Arbitration for Sport - CAS), als die letzte Entscheidungsinstanz für die Sportverbände, über das Regelwerk der UEFA hinweg und warf - wenige Tage vor dem Viertelfinale - Fortuna ohne jegliche Möglichkeit des Einspruchs, ohne Kostenerstattung, ohne Legitimation durch die UEFA-Regeln aus dem Wettbewerb. Was folgte, ist bekannt: Die des Regelverstoßes überführten Französinnen aus Lyon drangen bis ins Finale vor. Im spanischen Getafe hatte der 1. FFC Turbine Potsdam nach 120 torlosen Minuten im Elfmeterschießen das bessere Ende für sich und gewann mit 7:6. Im Sommer sicherten sich die Nord-Däninnen erneut den nationalen Meistertitel und holten in Lauren Colthorpe und Servet Uzunlar zwei australische Nationalspielerinnen, die mit ihrem Team gerade erst die Asienmeisterschaft gewonnen hatten. Nach wie vor ist Fortuna Hjørring der einzige dänische Klub, der es im UEFA-Pokal bis in das Finale geschafft hat. 2003 unterlag er dem damaligen Schwedischen Meister Umeå IK mit 1:4 und 0:3. Die Stars: Größte Erfolge: Turnierbilanz in Jöllenbeck: |