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Internationales Frauen-Hallenfußball-Turnier
um den Pokal der Sparkasse Bielefeld
15. und 16. Januar 2011

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FCR 2001 Duisburg

FCR 2001 Duisburg

Dass der FCR 2001 Duisburg nach wie vor zu den besten Mannschaften Europas zählt, das hat er nicht nur im laufenden Champions League-Wettbewerb wieder einmal bewiesen, unter anderem mit zwei Siegen über den dänischen Meister Fortuna Hjørring. Ob er jedoch auch in der kommenden Saison wieder in der internationalen Königsklasse wird antreten dürfen, ist noch unklar. Denn nach Unentschieden gegen den Hamburger SV und Turbine Potsdam sowie Niederlagen gegen Frankfurt und Wolfsburg musste der FCR schon im Herbst darum bangen, den Anschluss an das Spitzenduo in der Tabelle nicht zu verlieren. Nur die ersten beiden qualifizieren sich für die Champions League. Es sei denn, der FCR 2001 Duisburg wiederholt das, was ihm 2009 gelang: Der Europapokal-Neuling schaltete im Viertelfinale in einem rein deutschen Duell den Titelverteidiger 1. FFC Frankfurt aus und setzte sich anschließend auch im Halbfinale gegen das favorisierte Team von Olympique Lyon durch. Im Finale gegen den russischen Meister Perm machten die Duisburgerinnen mit einem fulminanten 6:0-Sieg schon im Hinspiel alles klar. Im Rückspiel in der MSV-Arena genügte dann vor einer erneuten Europarekord-Kulisse von über 28.000 Zuschauern ein 1:1-Unentschieden zum Gewinn des UEFA Cups. Seit der Saison 2009/2010 wird der Wettbewerb nunmehr unter dem Namen UEFA Women’s Champions League ausgetragen. Auch damals war der FCR 2010 Duisburg nur als Bundesliga-Dritter noch in den nächsten Wettbewerb gerutscht.

Einziges Problem: In dieser Saison ist der Kader nicht mehr so breit bestückt wie noch zuvor. Das macht sich vor allem in der Defensive bemerkbar, weil sich zu Saisonbeginn in Annike Krahn und dem niederländischen Neuzugang Mirte Roelvink gleich zwei Innenverteidigerinnen einen Kreuzbandriss zuzogen, ebenso wie Angriffstalent Hasret Kayikci. Dazu verletzten sich auch noch U 20-Weltmeisterin Marina Hegering und Allrounderin Linda Bresonik, fehlte Abwehrtalent Luisa Wensing zeitweise, weil sie mit der U 17-Nationalmannschaft an der Weltmeisterschaft in Trinidad/Tobago teilnahm.

So gesehen ist die Hinrunde des FCR mit Platz drei trotz mancher Unzulänglichkeiten im Kombinationsbereich vielleicht höher einzuschätzen als der gleiche Platz vor zwei Jahren, als das Team sich erst nach der Hinrunde so richtig fand. In voller Besetzung jedenfalls gehört der FCR, egal auf welchem Tabellenplatz er die Bundesliga-Saison beenden wird, in jeden Fall zu den absoluten Spitzenteams Europas und damit auch der Welt.

Die Stars:
Allen voran die zweimalige Europameisterin Inka Grings, die wieder einmal mit ihren Toren dafür sorgt, dass der FCR regelmäßig über Siege jubeln kann, und (wenn gesund) Linda Bresonik. Dazu macht Weltmeisterin Simone Laudehr wie gewohnt viel Druck. Die Niederländerin Annemieke Kiesel wurde kurzerhand zur Abwehrspielerin umfunktioniert und hat sich dort bewährt. U 20-Weltmeisterin Alexandra Popp schlägt zunehmend den anderen Weg ein: von der Linksverteidigerin zur Sturmspitze, je nach Bedarf. Weitere Stars der Saison sind die Belgierin Femke Maes und Japans Nationalstürmerin Kozue Ando, die allerdings keinen Stammplatz hat, da sich die anfangs verletzten Neuzugänge Steffi Weichelt und Mandy Islacker inzwischen mehr und mehr mit guten Leistungen und Toren für die Angriffspositionen empfehlen.

Größte Erfolge:
UEFA Cup-Sieger 2009
Deutscher Meister 2000
DFB-Pokalsieger 2010, 2009, 1998
Deutscher Vizemeister 2010, 2008, 2006, 2005, 1999, 1997
DFB-Hallenpokal-Sieger 2000, 1996

Turnierbilanz in Jöllenbeck:
Der FCR 2001 nimmt zum siebten Mal teil und hat bislang stets mindestens den dritten Platz erreicht. So wie im vergangenen Jahr, als er überraschend im Halbfinale am schwedischen Erstligisten Kristianstads DFF gescheitert war. Vielleicht auch deshalb, weil die Duisburgerinnen beim Turnier auf ihre Torjägerin Inka Grings verzichten mussten. Beim Turnier im Januar 1999 trat in Jöllenbeck noch der Vorgängerklub FCR Duisburg an.

2010: 3. 2009: 1. 2008: 1. 2007: 2. 2006: 3. 1999: 3.